Tobias Hans: „Kiffen für die Steuer“ – Vorstoß der Bundestagsabgeordneten Pfeiffer (CDU) und Janecek (B90/Die Grünen) ist geschmacklos

Der parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Tobias Hans bezeichnet den Voschlag der Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer (CDU) und Dieter Janecek (B90/Die Grünen) mittels einer Freigabe von Cannabisprodukten lukrative Steuereinnahmen zu generieren als unerträglich und verantwortungslos.

Tobias Hans: „Cannabis ist kein harmloses Mittel, sondern eine typische Einstiegsdroge. Sie ist Wegbereiter für den Konsum härterer Drogen und führt direkt in die Abhängigkeit. Besorgniserregend in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass viele Heranwachsende und junge Erwachsene weiche Drogen wie zum Beispiel Cannabis konsumieren. Dies zeigt sich deutlich an der Zahl der Hilfesuchenden, die wegen eines häufigen Cannabiskonsums Beratungsstellen der Suchthilfe aufsuchen und sich in eine Erstbehandlung begeben. Diese Tatsache zu ignorieren und eine Freigabe von Cannabisprodukten zu fordern, um dadurch Steuereinnahmen zu generieren, hat mit verantwortungsvoller Politik überhaupt nichts tun.“

Nach Ansicht des saarländischen CDU-Parlamentariers kann der Vorstoß der beiden Bundestagsabgeordneten nur als zynisch bezeichnet werden. „Verantwortungsvollen Politikern gleich welcher Fachrichtung sollte es in erster Linie um das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen gehen. Fiskalische Aspekte voranzustellen, ist mehr als geschmacklos. Der Staat verdient bereits nicht unerheblich an der Nikotinsucht vieler Menschen. Hier sollten wir nicht einen weiteren Tatbestand schaffen.“

Tobias Hans: „Bereits der Konsum geringer Mengen von Suchtmitteln führt zu Schäden in den Hirnzellen. Ein langfristiger Konsum kann gar zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur psychischen Abhängigkeit führen. Es ist unsere Aufgabe, die Gesellschaft und gerade die junge Generation vor solchen Gefahren zu schützen, nicht sie sehenden Auges diesen Gefahren auszusetzen.“

In Deutschland gibt es einen sinnvollen Mix aus Prävention, Beratung und Behandlung. „Wir verfügen in Deutschland und im Saarland über sehr gute und wirksame Präventions- und Suchthilfeangebote. Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen und den Fokus verstärkt auf Prävention und Aufklärung zu legen. Eine Freigabe von Cannabis würde die hier erzielten Erfolge zunichte machen. Anders gestaltet sich die Situation im Bereich der (Palliativ-)medizin. Hier kann der Einsatz von Cannabis als Medizin für schwerstkranke Patientinnen und Patienten unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll sein“, so Tobias Hans abschließend.