Niemand darf zurückgelassen werden

Es gibt Menschen in unserem Land, die den Anforderungen unserer schnelllebigen Leistungsgesellschaft aus eigener Kraft nicht nachkommen können. Aber jeder Mensch hat ein Recht auf Würde und Wohlstand. Jeder Mensch hat ein Recht auf größtmögliche Selbstbestimmung und Teilhabe. Es gehört zu den vornehmsten Aufgaben von Politik und Gesellschaft, diesem Anspruch gerecht zu werden.

Es gibt eine wissenschaftliche Studie, die besagt, dass die Lebensbedingungen für alte Menschen im Saarland unter allen Bundesländern am besten sind. Darauf bin ich besonders stolz. Und ich weiß, das verdanken wir nicht nur der Politik von Land und Kommunen. Das verdanken wir vor allem den vielen Saarländerinnen und Saarländern, sie sich privat und ehrenamtlich um unsere Alten, Kranken und Pflegebedürftigen kümmern. Sie bei ihrer oftmals aufopferungsvollen Arbeit bestmöglich zu unterstützen, hat für mich höchste Priorität.

Aber nicht nur im Bereich der Pflege leistet das freiwillige uneigennützige Engagement einen unschätzbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund lege ich besonderen Wert darauf, dass wir den Menschen beste Rahmenbedingungen für ihre ehrenamtliche Arbeit bereitstellen und hierzu auch besondere Anreize schaffen. So haben wir es vor kurzem geschafft, als einziges Bundesland flächendeckend den Erwerb der Ehrenamtskarte zu ermöglichen.

Dreh- und Angelpunkt für gesellschaftliche Teilhabe ist und bleibt jedoch eine gute Arbeit. Jeder Mensch muss sich von seiner Arbeit einen angemessenen Lebensstandard leisten können. Von daher stehe ich voll hinter der Tariftreue. Unternehmen, die ihren Beschäftigen keine fairen Löhne bezahlen, erhalten vom Land keine Aufträge. Darauf lege ich mein ganz besonderes Augenmerk. Und wenn es um gesundheitsverträgliche und familienfreundliche Arbeitsplätze geht, versuchen wir alles, um als Landesverwaltung mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Das Wichtigste für mich sind nicht Zahlen und Bilanzen. Das Wichtigste sind und bleiben für mich die Menschen.